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Aktuelles

Hausbau, was ist besonders wichtig?

Ein Haus zu bauen oder bauen zu lassen ist ja so einfach.

Sie unterschreiben einen Vertrag mit einem Generalunternehmer und müssen sich nur noch um die Zahlung der Raten kümmern.

Doch leider ist es erfahrungsgemäß keineswegs einfach. Die Gründe sind vielfältig und es soll hier versucht werden, Ihnen bei der Entscheidung die wichtigsten Aspekte aufzuzeigen.

  1. Nehmen Sie sich Zeit für den Bau Ihres Hauses.
    Ein Haus ist ein viel komplexeres Bauwerk als ein Auto und Sie müssen selbst bei einem Auto oft viele Monate warten, bis Sie Ihr Wunschfahrzeug erhalten.
    Kündigen Sie deshalb auch nicht voreilig Ihren Mietvertrag und setzen sich damit unnötig unter Zeitdruck. Die Kosten von einigen Mietzahlungen stehen meist in keinem Verhältnis zu dem Stress und den Kosten, die Sie haben, wenn Sie nicht zu dem Termin in Ihr fertiges Haus einziehen können. Der Ärger, der damit verbunden ist, wenn noch Handwerker ein- und ausgehen und Sie zwar in Ihrem Haus übernachten, aber nicht wirklich wohnen können, wird viel zu sehr unterschätzt und führt nicht selten zu heftigem Streit innerhalb Ihrer Familie. Und für die Handwerker ist es auch von Nachteil, wenn diese zwischen Möbeln und Einrichtungsgegenständen und den zudem noch gestressten Hausbewohnern arbeiten müssen.

  2. Die Finanzierung sollte unbedingt vor der Vertragsunterzeichnung gesichert sein. Gesichert ist eine Finanzierung erst mit der schriftlichen Zusage des Finanzierungsinstituts, nicht vorher! Lassen Sie sich nicht zu einer Vertragsunterzeichnung zum Hausbau überreden oder hinreißen, bevor die Finanzierung nicht steht. Bereits während Ihrer Verhandlungen über die Finanzierung kann es geboten sein, sich von einem versierten Anwalt und nicht nur von einem Finanzberater begleiten zu lassen. Gleiches gilt für den Vertrag über den Bau Ihres Hauses.

  3. Wägen Sie sorgfältig ab, ob Sie Ihr Haus von einem Unternehmer oder von verschiedenen Unternehmern unter Planung und Leitung eines Architekten bauen lassen. Bei der Entscheidung ist u.a. von Bedeutung, ob der Generalunternehmer sämtliche oder zumindest einen Großteil der Einzelgewerke von eigenen Mitarbeitern oder zugehörigen Unternehmen ausführen lässt oder - was die Regel ist – nur wenige Gewerke in eigenem Unternehmen ausführt. Zu den verschiedenen Gewerken gehören: Erdarbeiten, Fundament, Rohbau, Kellerabdichtung, Dachstuhl und Dacheindeckung, Fenster Tore Türen, Elektrik, Heizung Wasser Sanitär, Maler Putz Wärmedämmung, Gartengestaltung und Einfriedung.

  4. Ein gewissenhafter Unternehmer hat eine gut funktionierende Bauleitung. Die Person muss nicht nur fachlich sehr versiert sein, sondern auch regelmäßig auf Ihrer Baustelle anwesend. Der Bauleiter dokumentiert mit Fotos insbesondere die Arbeiten, die anschließend nicht mehr sichtbar sind und hält zeitnah Kontakt mit Ihnen als Bauherrn. Eine gute Kommunikation zwischen Bauleitung und Ihnen trägt wesentlich zu einem Gelingen Ihres Bauvorhabens bei.

Die meisten meiner Hinweise gelten auch für den Fall, dass Sie sich für ein Fertighaus entscheiden.

zum Verkehrsrecht

Fahrspurwechsel und Pflicht zur Rückschau

Täglich kommt es vor, dass Sie mit Ihrem Fahrzeug schnell die Fahrspur wechseln möchten. Ein kurzer Blick in den Rückspiegel, den Blinker setzen und wenn dann die Nachbarspur frei zu sein scheint, ziehen Sie Ihr Fahrzeug nach rechts oder links hinüber. Wenn dann wie aus dem Nichts neben Ihnen doch ein anderes Fahrzeug auftaucht, ist es oft zu spät und es kommt zum Unfall.

Nach § 7 Absatz 5 Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen Sie von einer in die andere Fahrspur nur wechseln, wenn die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

Die Gerichte legen hier einen sehr hohen Maßstab an. Sie verlangen von demjenigen, der die Fahrspur wechseln will, dass er mit äußerster Sorgfalt handelt. Das bedeutet: Ein Blick in den Seitenspiegel und in den Rückspiegel reicht nicht aus. Sie müssen zusätzlich mit Ihren Augen seitlich über die Schulter zurückschauen und sich einen sicheren Überblick über die Verkehrslage verschaffen. Können Sie dies nicht (z.B. weil Ihr Fahrzeug einen geschlossenen Aufbau hat) und wechseln Sie dennoch die Fahrspur, riskieren Sie im Falle eines Verkehrsunfalls, dass Sie zu 100 % haften.

Erschwerend kommt hinzu, dass denjenigen die Beweislast trifft, der die Fahrspur wechselte. Wenn Sie jedoch allein fahren oder Ihr Mitfahrer nicht glaubhaft bestätigen kann, dass Sie die Rückschau gehalten haben, spricht der Beweis des ersten Anscheins gegen Sie.

Nehmen Sie sich also lieber immer ein paar mehr Sekunden Zeit, denn Sie verlieren im Falle eines Unfalls viel mehr Zeit.

 

 

zum Werkvertragsrecht

Prüfungspflicht von Vorleistungen

Nicht selten kommt es vor, dass Sie beauftragt werden, Ihre Leistungen auf der Grundlage von Vorarbeiten eines anderen Unternehmers aufzubauen. Beachten Sie dabei bitte Folgendes:

Sie dürfen nicht einfach davon ausgehen, dass die Vorleistungen fachgerecht ausgeführt wurden und die nach dem Vertrag vereinbarten Funktionen erfüllen. Die Rechtsprechung verlangt, dass Sie sich über die Tauglichkeit der Vorleistungen vergewissern müssen. Hierzu hat der Bundesgerichtshof in Zivilsachen jüngst wieder eine Entscheidung getroffen, die dieses Erfordernis bestätigt.

Dieser Pflicht können Sie recht einfach nachkommen, indem Sie den Vorunternehmer fragen. Tun Sie dies aber schriftlich, damit Sie einen Nachweis haben. Beachten Sie ferner, dass die Auskunft für Sie eindeutig sein muss. Unklare oder unvollständige Angaben reichen nicht aus, damit Ihr Handeln als Pflichterfüllung anerkannt wird.

Eine weitere Möglichkeit besteht bei einigen Gewerken darin, die Vorleistung in einem zumutbaren Maß einer praktischen Prüfung zu unterziehen.

 


                                 © 2011 Rechtsanwalt Wolfgang C. Brandenburg